Einsatz Eugen und Juliana Schütz

kinder Die Motive für unseren Einsatz in Brasilien waren zweierlei: den Gläubigen dort zu helfen und von ihnen einiges zu lernen. Ob wir letztendlich eine Hilfe waren, müssen die Brasilianer selbst entscheiden; aber zumindest steht fest, dass wir eine Menge von ihnen gelernt haben, und zwar nicht nur die Sprache.

Wir wurden zunächst einmal sehr warmherzig und freundlich empfangen. Jeder, der uns zum ersten Mal sah, schüttelte uns die Hand und begrüßte uns mit dem im Lande üblichen „Bom dia – tudo bem?" (Guten Morgen/Tag – wie geht's?). Unsere zwei Kleinen, Joel und Elise, standen dabei besonders im Mittelpunkt. Joel, weil er blond und blauäugig ist – letzte Eigenschaft findet man selten bei einem Brasilianer – und Elise, weil sie für die dortigen Verhältnisse mit ihren sieben Monaten ziemlich wohlernährt aussah. Uns fiel schon nach kurzer Zeit auf, dass die Menschen in Brasilien ziemlich heiter sind, meistens gut gelaunt – zumindest nach außen hin – und sehr gastfreundlich. eugenrasen Die Gastfreundlichkeit zeigte sich darin, dass wir während unserer sechs Wochen Aufenthalt bei acht Familien zum Essen eingeladen worden waren.Obwohl die meisten Familien im Vergleich zu uns Deutschen eher bescheiden leben, scheuten sie sich doch nicht uns „reiche Europäer" zu sich nach Hause einzuladen. Uns beeindruckte zudem sehr, dass die meisten Mitarbeiter in der Schule, obwohl sie anderweitig eine besser bezahlte Arbeitsstelle hätten bekommen können, sich dennoch für diese Tätigkeit mit den Kindern entschieden haben – aus Glaubengründen. Somit verdienen einige vielleicht nur ein Drittel von dem, worauf sie verzichtet haben.

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Filadelfia Info 11/2011

petermaria Der, welcher pflügt, soll auf Hoffnung pflügen... 1. Kor. 9,10 Rafael, ein junger Mann, merkte auf einer Wanderung, wie die Kinder in einer ganz armen Gegend im Müll etwas zum Essen suchten. Es machte ihn traurig und er erinnerte sich daran, dass er in seiner Kindheit oft auf den Ästen der Obstbäume saß und die Früchte genoss. Seine Eltern waren auch arm gewesen, aber im Obstgarten konnte er sich sättigen. Nun kam ihm ein Gedanke. „Man könnte doch Obstbäume pflanzen in der armen Gegend, damit die Kinder nicht mehr im Müll nach Essen suchen müssen?“ Sie hatten ja genügend junge Obstbäume auf ihrem Grundstück. Er besuchte die Einwohner von drei armen Orten und es wurde besprochen, dass er die Bäume bringen und zusammen mit den Kindern pflanzen würde; die Familien würden sie pflegen und später die Früchte genießen. Vier Jahre, nachdem die Bäume gepflanzt waren, besuchte dieser junge Mann wieder diese drei Orte. Etwa 20 % der Bäume waren zerstört worden. 80 % waren gewachsen und mit Früchten beladen. Er sah kein Kind im Müllcontainer nach Essen suchen, aber er sah viele Kinder unter den Fruchtbäumen frische Früchte essen.... Infoblatt weiterlesen -->