FSJ in der Vorschule
Nun liegt es hinter mir, das halbe Jahr in Brasilien, worauf ich mich so sehr gefreut hatte. Ich kann mit dankbarem Herzen auf diese sechs Monate zurückschauen, die ich dort in dem so weit entfernten Dorf Quissisana in der Nähe von Curitiba verbringen durfte.
Als ich am 12.09.2006 dort ankam und die vielen kleinen Kinder sich um meinen Hals warfen, während sie alle auf mich einredeten, wusste ich gleich: Hier werde ich mich zu Hause fühlen. Auch die Lehrerinnen und Mitarbeiter der Kindertagesstätte begrüßten mich sehr freundlich und zeigten mir, dass ich herzlich willkommen bin. Natürlich war ich auch sehr froh, eine deutsche Mitarbeiterin, Betti Görzen da Silva, dort zu treffen. Zu ihr durfte ich dann immer mit meinen hundert kleinen Fragen und Problemen kommen. Jede einzelne Person, der ich dort begegnet bin, hat meine Zeit in Brasilien verschönert.
FSJ in der Vorschule
„Gefällt es dir hier in Brasilien?“ Dies war wohl die Frage, dir mir während meines Brasilienaufenthaltes am häufigsten gestellt wurde. Für den Brasilianer ist dies eine rhetorische Frage, denn selbstverständlich wird erwartet, dass sie mit einem freudigen Ja beantwortet wird. Dankbar darf ich zurückblicken und sagen, dass dem so ist. Ein Jahr, das viel zu schnell vergangen ist, hat in mir die Liebe zu einem Volk und Land neu geweckt und bestätigt. Unvergessliche Augenblicke, an die ich gerne zurückdenke und wertvolle Erfahrungen, die mich sehr bereichert haben sind nun ein Teil von mir geworden. „Herzlich Willkommen!“ riefen mir ca. 30 Kinder an meinem ersten Tag in der Schule Filadélfia mit
erwartungsvollem Blick zu. Bei solch einer freudigen Kinderschar fühlt man sich gleich wohl und die Kontaktaufnahme gestaltet sich ganz unkompliziert. Bald wurde ich mit meinen neuen Aufgaben vertraut gemacht. Es galt die Kleinen im Kindergarten- und Vorschulalter zu beaufsichtigen und zu betreuen.
